Über mich

Der Weg hierher war nicht immer einfach für mich. Aber ich würde um keinen Preis der Welt etwas ändern wollen. Meine Erfahrungen haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin - und ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Davon kannst du als mein Kunde ebenso wie dein Pferd heute profitieren.

Mein Weg begann sehr früh in einer klassischen Reitschule - gelernt habe ich das Reiten noch mit Ausbindern und Dreieckszügeln. Mit 13 Jahren durfte ich dann das erste Mal das Glück einer Reitbeteiligung erleben und lernte von Foster, einem älteren Wallach mit Arthrose-Befund unglaublich viel. Einige Turniere der Klasse E besuchten wir ebenfalls (wenn auch nicht sehr erfolgreich; die Richter kritisierten meine zu lockeren Zügel). Als er in Rente ging und unsere Ausritte und Reitstunden nach drei Jahren ein Ende hatten, suchte ich lange nach etwas Passendem, bis ich mit 17 Jahren dann meine erste eigene Stute Donna bekam.

Donna Danubia
war fünfjährig und roh als ich sie bekam. Eine Dunkelfuchsstute mit dreimal hoch weiß von Delamanga x Polydor. Ein Bild von einem Pferd. Und ich jung, naiv und mit Sperrriemen, Sporen, Gerte und dem Wunsch nach Turnieren unterwegs. Wir lernten unglaublich viel, durch sie durfte ich erstmal Kontakt mit Horsemanship haben und erleben, was Bodenarbeit ausmacht. Ich durfte auch lernen, dass der "klassische" Weg für sie nicht passte und uns beide sehr frustrierte. Einen Ausweg fand ich leider nicht.
Nach drei Jahren (zu Beginn meiner Ausbildung) musste ich Donna dann verkaufen. 
Ich arbeitete neben meiner Ausbildung an einem Dressurstall, durfte hier mehrere Pferde mitreiten und enorm viel von einer sehr feinfühligen Grand-Prix-Reiterin lernen, die mich bis heute sehr geprägt hat. Damals wusste ich es nicht zu schätzen.
Zum Ende meiner Ausbildung wurde der Wunsch nach einem eigenen Pferd wieder größer und Dilara fand ihren Weg zu mir.

Dilara M
bekam ich zwölfjährig als Beisteller aufgrund eines Spat-Verdachts. Eine Rappstute von Delamanga x Larome. Durch sie lernte ich, wie viel Einfluss die Fütterung, gute Haltung und sinnvolles Training auf unsere Pferde hat. Sie lief bei mir immer lahmfrei, ging nachher
L-Lektionen und wurde wegen Beginn meines Studiums an ein wunderbares Mädchen verkauft, das erfolgreich viel von ihr lernen durfte. Sie brachte mir Resilienz, feines Reiten und mein Bauchgefühl bei.

Einige Zeit war ich dann ohne eigenes Pferd, kümmerte mich um meine Gesundheit, half an einem Dressurstall jedes Wochenende aus und kümmerte mich dort um einige Pferde. Dort durfte ich viel von Sabine Jakubek-Schütte, einer Grand-Prix-Reiterin lernen, die mir unglaublich viel beigebracht hat. Anschließend half ich, nach einem Umzug, an einem Pensionsstall aus, an dem auch Donna damals stand. Dort kümmerte ich mich mit um den Betrieb und auch die Pferde.
Durch Zufall stieß ich dann auf die Anzeige von Betty. Auf der Suche war ich zu diesem Zeitpunkt nach einem Fohlen, das erst im Herbst in eine Aufzucht ziehen sollte. Doch ich konnte nicht anders und fuhr hin.

Pretty Bea (Betty)
war fünfjährig als sie in mein Leben trat. Roh natürlich. Und eine Lewitzerstute vom Lindenhof, auf dem ich als Kind jährlich war und mir immer schwor, dass ich irgendwann einen Lewitzer haben würde.
Ich bildete Betty rein nach Bauchgefühl, meinem Wissen und immer gewaltfrei aus. So ritt ich sie nach drei Monaten intensiver Bodenarbeit an, wir gingen viel ins Gelände und sie lernte diverse Tricks. Betty und ich erlitten fünf Monate nach unserem Zusammenschluss einen Reitunfall, der uns langfristig geprägt hat und der noch heute immer präsent ist. Sie zeigt mir täglich, wie wichtig es ist, auf mein Bauchgefühl zu hören und empfänglich für feinste Signale zu bleiben.
Betty hatte durch ihr enormes Bewegungspotenzial immer ein Problem mit Stabilität und auch den Kniebändern. Ursprünglich um ihr zu helfen, begann ich das Studium und die Ausbildung als Tierphysiotherapeutin, von dem heute nicht nur sie, sondern viele meiner Kunden profitieren. Sie ist wohl das Pferd, was mich am Meisten geprägt hat.

Durch die unterschiedlichen Pferde durfte ich in viele Reitweisen reinschnuppern - Dressur- und Springreiten (Dressur bis Klasse M, Springen max. bis E-Höhe), Westernreiten (Reining, RanchRiding, Trail und Pleasure), akademisches Reiten, École dé Légèreté sowie die klassische Handarbeit, Bodenarbeit nach Horsemanship-Grundsätzen, Langzügelarbeit und die Doppellongenarbeit. All dieses Wissen beziehe ich heute in mein Wirken mit ein - mit den Elementen, die für euch hilfreich sind und euch weiterbringen.